SEO - "Search Engine Optimizing"
(dt: Suchmaschinenoptimierung)

„Suchmaschinenoptimierung“: Das klingt, als würde dabei tatsächlich an Suchmaschinen, also an Google, MSN oder Yahoo herumgeschraubt. Allerdings schrauben Suchmaschinenoptimierer (weiter SEOs) gegen gutes Geld an den Internetseiten ihrer Kunden, damit Suchmaschinen diese wiederum möglichst weit oben anzeigen. Auf den ersten Blick ist der Begriff „Suchmaschinenoptimierung“ somit falsch.

Auf den zweiten Blick optimieren SEOs aber doch die Suchseiten (übrigens nicht zum Wohle ihrer eigentlichen, zahlenden Kunden).

Wovon leben eigentlich Google und Co?

Ganz einfach davon, dass möglichst viele Nutzer ihre Suchbegriffe bei ihnen eintippen. Denn danach blenden die Suchseiten die passende Werbung zum Suchbegriff ein und kassieren bei einem Klick ein paar Cents. Die wiederum summieren sich bei Millionen Klicks am Tag zu gigantischen Summen.

Surfer benutzen eine Suchseite aber nur dann, wenn sie glauben, dass sie hier gute Suchergebnisse bekommen. Liefert eine Suchseite dauerhaft Müllseiten als Suchergebnis, werden die Kunden abwandern.

Somit sind die Googles dieser Welt davon abhängig, dass ihre eigene Such- und Analysetechnik bei einer Anfrage Seiten ausspuckt, die der Suchende nützlich findet.

Oder anders: Suchmaschinen müssen Seiten ganz oben listen, die für Menschen optimiert sind. Langfristig gesehen ist eine nutzerfreundliche Internetseite auch suchmaschinenfreundlich. Denn Suchmaschinen müssen genau diese Seiten ganz oben listen.

Sonst sind die Nutzer weg.

Und damit die Einnahmen.

Hexerei und Voodoo im Quellcode?

Findige und kreative SEOs suchen nun permanent nach Lücken und Schwachstellen in der Technik der Suchseiten, um denen vorzugaukeln, ihre optimierte Seite sei für Nutzer überaus nützlich. Früher müllte man dazu etwa den Quellcode einer Seite mit unzähligen Schlüsselbegriffen (so genannten „Keywords“) voll, egal ob die Begriffe passten oder nicht. Das haben die Suchmaschinen schnell durchschaut und akzeptieren heute maximal zehn Keywords, die auch noch zum Inhalt der Seite passen müssen. Seiten, die blindwütig mit Keywords um sich werfen, werden heute sogar abgestraft, das heißt, weit unten platziert.

Suchmaschinen halten eine Seite dann für wichtig, wenn viele fremde Seiten diese verlinken. Somit entwickelten sich Links zum Gold und zur bevorzugten Handelsware der SEOs. Entsprechend groß war das Gejammer, als Google im Herbst 2007 Millionen Seiten abwertete, die fremde Links eingekauft hatten.

Wir erinnern uns: Google möchte Seiten oben listen, die ihren Besuchern nutzen und nicht solche, die für viel Geld Links gekauft haben. SEO ist somit wie der Wettlauf von Hase und Igel, bei dem die Optimierer kurzfristig zwar erfolgreich sind, langfristig aber stets von den Suchmaschinen eingeholt und überholt werden. Denn versuchen ständig, ihre Technik gegen neuen Optimierungstricks abzusichern und passen die somit ständig an. In diesem Sinne optimieren SEOs dann doch die Suchmaschinen … wofür die Kunden munter zahlen.

intelligentes Optimieren

Wenn wir das bisher gesagte zuende denken, bedeutet kluges und sinnvolles SEO: gestalte deine Seite nutzerfreundlich und biete deinen Besuchern eine gute Seite. Das werden Suchmaschinen aller Logik nach honorieren.

Und die Besucher der Seite übrigens auch.

Und um die geht letztlich.

Internetseiten für Menschen sind zwangsläufig suchmaschinenoptimert.

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